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Sonntag, 15. Jänner 2012

mehr Reisevorbereitungen


Nun stellte sich noch die Frage, wie komme ich nach Madeira? Wer nicht fliegen will, fährt normalerweise mit der Bahn. Die soll die günstigsten Fahrkarten per Internet verkaufen. Gut. Während einer Jahreszeit, in der man noch ohne Heizung oder ohne Klimaanlage unterwegs sein kann, und wenn man schon nach wenigen Stunden auf ein Bahnunternehmen umsteigen kann, dessen Toiletten funktionieren, dann sollte das möglich sein. Die Netzseite der Bahn ist sehr informativ, auch betreffs der ausländischen Anschlußzüge, die meistens reservierungspflichtig sind. Jedoch kann man die nicht über die Deutsche Bahn buchen, auch nicht reservieren und schließlich kann die Deutsche Bahn nichtmal zu deren Netzseiten verlinken, so daß ausländische Bahnunternehmen kaum aufzuspüren sind. Noch gravierender finde ich jedoch das Problem, daß ich sieben bis zehn Mal umsteigen müßte, um in die Nähe des Fährhafens zu kommen. Oft hätte ich nur ein paar Minuten, um umzusteigen. Das bei den bekannten Pünktlichkeitsproblemen der Deutschen Bahn. Was passiert, wenn ich einen reservierten Zug nicht erwische? Dann stehe ich da mit allen meinen weiteren Fahrkarten und gucke dumm aus der Wäsche? Bei den exorbitant hohen Preisen der Deutschen Bahn erscheint mir das inakzeptabel.

Weil es eine internationale Fahrt ist, sollte es relativ leicht möglich sein, auf einen Fernbus auszuweichen. Meine Recherche zeigt mir jedoch, daß es davon nicht viele gibt, bei denen man in Deutschland zusteigen kann. Zu den meisten Abfahrtsorten müßte ich mit der Bahn anreisen. Also mit der Bahn anreisen, um Bahnfahrten zu vermeiden? Es geht schließlich um die Praktikabilität, nicht ums Prinzip. Also könnte ich das machen. Ich müßte weitere Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen, wie eine viel längere Reisedauer, auch aufgrund von Umwegen. Auf den Netzseiten der Fernbusunternehmen gibt es Fahrpläne, die gleich am Anfang verkünden, daß sie nicht mehr gelten. Aktuëllere sind jedoch nicht zu finden. Wie Gepäckbegrenzung (soll eigentlich im Fahrplan stehen, tut es jedoch nicht), Reservierung und Bezahlung geregelt sind, ist auch nicht so ganz klar. Aber ich will mein Leben verbessern, das ist das Risiko auf jeden Fall wert! Ich könnte in der Stadt (Portimão) mit dem Fährhafen jedoch nur zu bestimmten Tagen ankommen. Die Fähre fährt einmal pro Woche. Aber unglaublich, ich konnte sogar über eine portugiesische Netzseite ein für ein paar Tage bezahlbares Hotel finden. Ich müßte nur noch abklären, ob ich auch zur gewünschten Zeit dort bleiben könnte und ob das ohne Kreditkarte ginge. Ich bin zwar manchmal leichtsinnig, aber gewiß nicht leichtsinnig genug, um Kreditkartendaten durchs Netz zu jagen! Das gleiche Problem war auch noch mit der Fährgesellschaft abzuklären und außerdem waren mir da auch noch ein paar Dinge unklar, zum Beispiel Regeln zur Gepäckbegrenzung. Also suchte ich erstmal die Netzseite der Fährgesellschaft.

Die Netzseite der Fährgesellschaft ist auf Spanisch. Ich war zwar mal ein Semester lang in einem Kurs für Portugiesisch, aber noch nie in einem für Spanisch. Tatsächlich freue ich mich auf die Möglichkeit meine Portugiesischkenntnisse auf Madeira aufzufrischen (das haben die wirklich nötig) und auszubauen. Schließlich mußte ich bei der Wohnungssuche pausenlos Wörterbücher heranziehen. Portugiesisch und Spanisch sind sich recht ähnlich, also versuche ich halt trotzdem elektropostalisch bei der Fährgesellschaft anzufragen. Für Spanisch gibt es schließlich auch ein paar Hilfsmittel im Netz. Irgendwie scheint man meine Anfrage bei der Fährgesellschaft sogar verstanden zu haben. Mit deren Antwort habe ich jedoch Probleme. Sie schreiben mir, daß außer Kreditkarten auch Debitkarten und beide nicht nur bei Buchung übers Internet, sondern auch an den Verkaufsstellen akzeptiert werden. Das lese ich aus der spanischen Antwort jedenfalls heraus. Das war irgendwie nicht das, was ich wissen wollte. Immerhin gibt es vor Ort Verkaufsstellen. Ziemlich klar verständlich war mir immerhin, daß das Gepäck auf vier Gepäckstücke und maximal sechzig Kilogramm begrenzt ist. Man kann also deutlich mehr als in einem Flugzeug mitnehmen. Dann soll man an den Verkaufsstellen vor Ort nur Fahrkarten bekommen, wenn noch Plätze übrig sind. Ich müßte dann also auf unbestimmte Zeit in Portimão bleiben. Das wurde mir langsam doch alles zu riskant. Ich suchte also mal zumindest zu Vergleichszwecken nach einem Flug.

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